Der direkte Weg über das Bachelorstudium
Der häufigste Weg für Flugzeugbauingenieurinnen und Flugzeugbauingenieure ist das grundständige Bachelorstudium der Luft- und Raumfahrttechnik oder Flugzeugtechnik. Die Regelstudienzeit an deutschen Universitäten und Hochschulen für angewandte Wissenschaften beträgt 6 bis 7 Semester und schließt mit dem akademischen Grad Bachelor of Science oder Bachelor of Engineering ab. Auf dem Lehrplan stehen Ingenieurmathematik, Technische Mechanik, Aerodynamik, Thermodynamik, Leichtbau sowie Flugmechanik und Systemtechnik.
Für die Zulassung benötigen Sie die allgemeine Hochschulreife, die fachgebundene Hochschulreife oder die Fachhochschulreife. Viele Studienorte verlangen vorab oder bis zum dritten Fachsemester ein technisches Vorpraktikum von 6 bis 13 Wochen in der Metallverarbeitung. Das Studium absolvieren Sie unter anderem an der Universität Stuttgart, der Technischen Universität München, der HAW Hamburg oder der RWTH Aachen.
An staatlichen Hochschulen fallen keine Studiengebühren an, sondern lediglich ein Semesterbeitrag wie 184 € an der Universität Stuttgart. Eine Ausbildungsvergütung wird im klassischen Vollzeitstudium nicht gezahlt, jedoch erhalten Förderberechtigte nach Angaben des Bundesministeriums für Bildung und Forschung bis zu 992 € BAföG monatlich. Nach dem Abschluss steigen Absolventinnen und Absolventen direkt in die Strukturberechnung, Konstruktion oder Systemintegration ein oder schließen ein viersemestriges Masterstudium an.
Aspekt | Details |
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Dauer | 3 bis 3,5 Jahre |
Kosten | 150 bis 350 € pro Semester |
Voraussetzungen | Abitur oder Fachhochschulreife, oft 6 bis 13 Wochen Vorpraktikum |
Hochschulen | Universität Stuttgart, TU München, HAW Hamburg, FH Aachen, TU Braunschweig |
Die Ausbildungsalternativen im Vergleich
Duales Studium Flugzeugtechnik
Das praxisintegrierende oder ausbildungsintegrierende duale Studium verbindet das Hochschulstudium mit Einsätzen bei Luftfahrtunternehmen. Es dauert 3,5 bis 4,5 Jahre, während das Partnerunternehmen die Semesterbeiträge übernimmt und laut Airbus rund 1.250 € monatliche Vergütung zahlt. Inhaltlich wechseln sich Vorlesungen in Flugzeugbau mit Praxisphasen in den Montagewerken ab, was trotz hoher Arbeitsbelastung und vertraglicher Bindung oft zur direkten Übernahme führt.
Kooperationen: HAW Hamburg mit Airbus Operations in Finkenwerder
Praxisverbund: Duale Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg mit Liebherr-Aerospace
Standortprogramm: Hochschule Bremen mit Airbus Aerostructures
Vorteile: Monatliche Vergütung nach IG-Metall-Tarif, direkte Industriepraxis im Werk
Voraussetzungen: Hochschulreife, erfolgreicher Auswahltest beim Partnerbetrieb, gute Noten in Mathematik und Physik
Maschinenbaustudium mit Schwerpunkt Luftfahrt
Angehende Ingenieurinnen und Ingenieure studieren 6 bis 7 Semester allgemeinen Maschinenbau und wählen ab dem vierten Semester die Vertiefung Luftfahrttechnik. Die Kosten beschränken sich auf den regulären Semesterbeitrag von durchschnittlich 300 €, während die breite Grundausbildung auch Branchenwechsel in den Automobilbau erleichtert, jedoch weniger spezifische Module zur Flugmechanik bietet.
Programme: RWTH Aachen, Technische Universität Darmstadt, Technische Universität Dresden
Vorteile: Hohe Flexibilität auf dem gesamten Arbeitsmarkt, großes Angebot an Studienplätzen
Voraussetzungen: Allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife, technisches Grundpraktikum
Berufsausbildung plus Ingenieurstudium
Dieser zweistufige Weg kombiniert eine dreieinhalbjährige Berufsausbildung als Fluggerätmechanikerin oder Fluggerätmechaniker nach Daten des BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit mit einem anschließenden Bachelorstudium. Die Gesamtdauer steigt auf 6,5 bis 7 Jahre, bringt aber in der Ausbildungsphase rund 1.100 bis 1.300 € monatliche Vergütung und erlässt das Vorpraktikum im Studium.
Ausbildungsbetriebe: Lufthansa Technik in Hamburg, MTU Aero Engines in München, Airbus in Bremen
Vorteile: Tiefes Verständnis für Fertigungsprozesse, erleichterter Hochschulzugang auch über berufliche Qualifikation
Voraussetzungen: Realschulabschluss oder Abitur für die Ausbildung, Hochschulzugangsberechtigung für das Folgestudium
Spezialisierungen im Flugzeugbau
Moderne Verkehrsflugzeuge bestehen aus mehreren Millionen Einzelteilen, weshalb sich Flugzeugbauingenieurinnen und Flugzeugbauingenieure bereits im Hauptstudium oder im anschließenden Master auf ein technisches Teilgebiet festlegen. Die Wahl der Vertiefung entscheidet darüber, ob Sie später in der Strukturmechanik, im Windkanal, am Triebwerksprüfstand oder in der Avionikentwicklung arbeiten.
Spezialisierung | Beschreibung | Fokus |
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Struktur und Leichtbau | Auslegung von Rumpf, Tragflächen und Leitwerken aus Faserverbundwerkstoffen und Aluminiumlegierungen | Statik, Finite-Elemente-Methode, Ermüdungsfestigkeit |
Aerodynamik und Flugmechanik | Optimierung von Strömungsprofilen, Auftrieb, Luftwiderstand und Flugstabilität | Numerische Strömungsmechanik, Windkanalversuche, Flugregelung |
Antriebstechnik | Entwicklung von Mantelstromtriebwerken, Gasturbinen sowie Wasserstoff- und Hybridantrieben | Thermodynamik, Turbomaschinen, Verbrennungsprozesse |
Flugzeugsysteme und Avionik | Integration von Bordelektronik, Flugsteuerung, Hydraulik, Klima- und Brennstoffsystemen | Regelungstechnik, Sensorik, Redundanzarchitektur |
Kabinensysteme | Konstruktion der Passagierkabine, Belüftung, Akustik und Sicherheitsausrüstung | Ergonomie, Brandschutz, Systemintegration |
Struktur und Leichtbau
In der Spezialisierung Struktur und Leichtbau berechnen und konstruieren Ingenieurinnen und Ingenieure primäre Flugzeugstrukturen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff und Titanlegierungen. Der Weg führt über entsprechende Wahlpflichtmodule im Bachelor oder einen viersemestrigen Masterstudiengang an Hochschulen wie der Technischen Universität Braunschweig, der Universität Stuttgart oder der RWTH Aachen. Voraussetzung für die Mastervertiefung ist ein erster Ingenieurabschluss mit mindestens 180 ECTS-Punkten und einem Notenschnitt von meist 2,5 oder besser. Absolventinnen und Absolventen arbeiten als Berechnungsingenieurinnen und Berechnungsingenieure für Statik und Strukturdynamik bei Zellenherstellern und Zulieferern.
Aerodynamik und Flugmechanik
Spezialistinnen und Spezialisten für Aerodynamik und Flugmechanik gestalten die äußere Geometrie des Flugzeugs, minimieren den Strömungswiderstand und legen die Flugregelungsgesetze aus. Diese Qualifikation erwerben Sie durch eine Schwerpunktsetzung im viersemestrigen Masterstudium Luft- und Raumfahrttechnik, etwa am Standort Garching der Technischen Universität München oder an der Universität der Bundeswehr München. Für den Zugang verlangen die Fakultäten vertiefte Kenntnisse in höherer Mathematik, Fluidmechanik und Systemtheorie aus dem vorangegangenen Bachelorstudium. Typische Einsatzfelder liegen in den Entwicklungsabteilungen der Flugzeughersteller sowie in Großforschungseinrichtungen wie dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.
Antriebstechnik
Ingenieure und Ingenieurinnen der Antriebstechnik entwickeln Verdichter, Brennkammern und Turbinen für moderne Flugtriebwerke und erforschen emissionsfreie Wasserstoff- und Hybridantriebe. Die Ausbildung erfolgt über den Studienschwerpunkt Luftfahrtantriebe und Turbomaschinen, für den die Universität Stuttgart, die Technische Universität Berlin und die Technische Universität Dresden eigene Lehrstühle und Prüfstände unterhalten. Zugangsvoraussetzung für die entsprechenden Masterprogramme sind überdurchschnittliche Studienleistungen in Thermodynamik, Wärmeübertragung und Strömungslehre. Nach dem Abschluss eröffnen sich Positionen in der Triebwerksentwicklung, der Leistungsberechnung und der Zulassungserprobung bei Triebwerksherstellern.
Flugzeugsysteme und Avionik
In der Vertiefung Flugzeugsysteme und Avionik verknüpfen Ingenieurinnen und Ingenieure elektronische Flugsteuerungen, Autopiloten, Hydraulikkreisläufe und die Energieversorgung an Bord zu einem ausfallsicheren Gesamtsystem. Neben dem klassischen Luftfahrtstudium führt auch ein Bachelor in Elektrotechnik oder Mechatronik in einen viersemestrigen Masterstudiengang wie Flugzeug-Systemtechnik an der Technischen Universität Hamburg oder der FH Aachen. Vorausgesetzt werden fundierte Leistungspunkte in Regelungstechnik, Digitaltechnik und Softwareentwicklung für eingebettete Systeme. Auf dem Arbeitsmarkt übernehmen diese Fachkräfte die Systemarchitektur, die Hardware-in-the-Loop-Simulation sowie die Sicherheitsanalyse für autonomes und assistiertes Fliegen.
Ergänzende Weiterbildungen und Zertifikate
Da der Flugzeugbau strengen internationalen Sicherheits- und Konstruktionsnormen unterliegt, ergänzen Ingenieurinnen und Ingenieure ihr Hochschulstudium häufig durch branchenspezifische Zertifikate in Luftfahrtrecht, Konstruktionssoftware und Qualitätsmanagement.
Luftfahrtrecht und EASA-Zulassung
Kenntnisse der europäischen Luftfahrtvorschriften befähigen Flugzeugbauingenieurinnen und Flugzeugbauingenieure dazu, Bauteile regelkonform zu entwickeln und als Prüfingenieurinnen oder Prüfingenieure die Lufttüchtigkeit neuer Konstruktionen zu bescheinigen. Die Kurse dauern 2 bis 5 Tage und kosten zwischen 900 € und 2.400 €.
EASA Part 21J Schulung für Entwicklungsbetriebe bei AeroImpulse in Hamburg
EASA Part 21G Lehrgang für Herstellungsbetriebe bei der TÜV Rheinland Akademie
System Safety Assessment nach ARP 4761 beim Weiterbildungszentrum der Technischen Universität München
CAD- und Simulationssoftware
Der sichere Umgang mit dreidimensionaler Konstruktions- und Berechnungssoftware wird in nahezu jeder Stellenausschreibung für den strukturellen und mechanischen Flugzeugbau gefordert. Zertifizierte Intensivkurse beanspruchen 1 bis 2 Wochen und liegen preislich bei 1.500 € bis 3.200 €.
CATIA V5 und 3DEXPERIENCE Flächen- und Strukturkonstruktion bei CENIT in Stuttgart
Finite-Elemente-Strukturanalyse mit MSC Patran und Nastran bei CADFEM in Grafing
Numerische Strömungssimulation mit ANSYS Fluent am VDI Wissensforum in Düsseldorf
Qualitäts- und Projektmanagement in der Luftfahrt
Zusatzqualifikationen im luftfahrtspezifischen Qualitäts- und Projektmanagement bereiten Ingenieurinnen und Ingenieure auf die Steuerung internationaler Zulieferketten und die Leitung von Entwicklungsprogrammen vor. Die Lehrgänge umfassen 3 bis 10 Unterrichtstage bei Gebühren von 1.200 € bis 3.500 €.
Qualitätsmanagementbeauftragter nach EN 9100 bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität in Frankfurt am Main
IPMA Level D und C Projektmanagement-Zertifizierung über die GPM Deutsche Gesellschaft für Projektmanagement in Nürnberg
Certified Systems Engineering Professional über die Gesellschaft für Systems Engineering in München
Bewerbung und Zugangsvoraussetzungen
Der Bewerbungsprozess unterscheidet sich deutlich zwischen einem regulären Hochschulstudium mit Semesterfristen und einem dualen Studium, bei dem die Auswahl durch die Luftfahrtunternehmen über ein Jahr im Voraus startet.
Zugangsvoraussetzungen
Neben der formalen Hochschulzugangsberechtigung prüfen Universitäten und Industriepartner vor allem naturwissenschaftliche Vorkenntnisse und praktische Erfahrungen.
Schulabschluss: Allgemeine Hochschulreife, fachgebundene Hochschulreife, Fachhochschulreife oder Meisterbrief
Auswahlverfahren: Örtlicher Numerus clausus zwischen 1,8 und 2,7 oder Eignungsfeststellungsverfahren wie an der Technischen Universität München
Vorpraktikum: 6 Wochen an der Universität Stuttgart bis hin zu 13 Wochen an der HAW Hamburg in der Metallbearbeitung
Sprachkenntnisse: Deutsch auf Niveau C1 sowie Englisch auf Niveau B2 für englischsprachige Fachliteratur und Vorlesungen
Vorlaufplanung: 12 bis 15 Monate vor Studienbeginn im August oder September direkt auf den Karriereportalen der Luftfahrtunternehmen für duale Studienplätze bewerben.
Hochschulbewerbung: Bis zum 15. Juli für das Wintersemester oder bis zum 15. Januar für das Sommersemester über hochschulstart.de oder das jeweilige Campusportal registrieren.
Eignungsprüfung: Online-Tests zu Mathematik, Physik und räumlichem Vorstellungsvermögen sowie Assessment-Center bei dualen Partnerbetrieben absolvieren.
Immatrikulation: Zulassungsangebot annehmen, Nachweis über das Vorpraktikum einreichen und den Semesterbeitrag fristgerecht überweisen.
Zusammenfassung der Ausbildungswege
Ausbildungsweg | Dauer | Kosten | Voraussetzungen | Zielgruppe |
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Bachelorstudium Luft- und Raumfahrttechnik | 3 bis 3,5 Jahre | 150 bis 350 € pro Semester | Abitur oder Fachhochschulreife, Vorpraktikum | Direkteinsteiger mit Interesse an breiter Grundlagenausbildung |
Konsekutives Masterstudium | 2 Jahre nach Bachelor | 150 bis 350 € pro Semester | Ingenieur-Bachelor mit gutem Notenschnitt | Künftige Spezialisten in Forschung, Berechnung und Entwicklung |
Duales Studium Flugzeugtechnik | 3,5 bis 4,5 Jahre | 0 €, ca. 1.250 € Vergütung | Hochschulreife, Auswahlverfahren im Betrieb | Praxisorientierte Bewerber mit Wunsch nach finanzieller Unabhängigkeit |
Maschinenbaustudium mit Schwerpunkt | 3 bis 3,5 Jahre | 150 bis 350 € pro Semester | Abitur oder Fachhochschulreife, Grundpraktikum | Studierende, die sich Branchenalternativen offenhalten möchten |
Ausbildung plus Ingenieurstudium | 6,5 bis 7 Jahre | Vergütung in Ausbildung, danach Semesterbeitrag | Schulabschluss, Lehrvertrag, Hochschulreife | Praktiker mit Fokus auf Fertigungstechnik und Montageprozesse |
Wer während der Studienzeit auf ein festes monatliches Einkommen angewiesen ist, wählt das duale Studium oder schaltet eine vergütete Berufsausbildung vor das Hochschulstudium. Bei Anspruch auf den BAföG-Höchstsatz oder Unterstützung durch ein Stipendium lässt sich das Vollzeitstudium an einer staatlichen Hochschule ohne industrielle Leistungsverpflichtung finanzieren.
Den schnellsten Berufseinstieg als Flugzeugbauingenieurin oder Flugzeugbauingenieur ermöglicht das sechssemestrige Bachelorstudium mit einer Gesamtdauer von drei Jahren. Für Positionen in der aerodynamischen Vorauslegung, der Strukturmechanik oder der Triebwerksforschung setzen Arbeitgeber in der Regel das zusätzliche zweijährige Masterstudium voraus.
Arbeitsmarkt und Zukunftsaussichten im Flugzeugbau
Die deutsche Luftfahrtindustrie verzeichnet durch den weltweiten Ausbau der Flugzeugflotten, steigende Verteidigungsausgaben und die Entwicklung klimaneutraler Antriebe einen hohen Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren. Nach den Branchendaten des Bundesverbands der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie erreichte die Branche im Geschäftsjahr 2025 einen Rekordumsatz von 62 Milliarden Euro und baute die Belegschaft in Deutschland auf 130.000 Beschäftigte aus.
Dr. Michael Schöllhorn, Präsident des Branchenverbands BDLI, ordnet die Entwicklung der deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie bei der Vorstellung der Jahreszahlen ein:
Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie zählt zu den innovations- und wachstumsstärksten Industrien unseres Landes. Unsere Unternehmen sind international hoch wettbewerbsfähig.
— Dr. Michael Schöllhorn, Präsident des BDLI, Flug Revue, 2026
Kennzahl | Wert | Quelle |
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Beschäftigte in Deutschland | 130.000 | BDLI Branchendaten |
Branchenumsatz | 62 Milliarden € | BDLI Branchendaten |
Umsatz zivile Luftfahrt | 45 Milliarden € | BDLI Branchendaten |
Forschungs- und Entwicklungsinvestitionen | 4 Milliarden € | BDLI Branchendaten |
Nach dem Studienabschluss prägen laut dem BERUFENET der Bundesagentur für Arbeit vor allem die additive Fertigung im 3D-Druck, digitale Zwillinge für Triebwerksprüfstände und die Dekarbonisierung des Fliegens die berufliche Weiterbildung. Ingenieurinnen und Ingenieure qualifizieren sich im Berufsleben kontinuierlich für Wasserstoff-Brennstoffzellen, nachhaltige Flugkraftstoffe sowie für neue europäische Zulassungsstandards im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme weiter.
Der Berufseinstieg im Flugzeugbau gelingt am direktesten über ein sechs- bis siebensemestriges Bachelorstudium der Luft- und Raumfahrttechnik oder über ein tariflich vergütetes duales Studium bei einem Luftfahrtkonzern. Während die Spezialisierung auf Leichtbau, Aerodynamik, Antriebstechnik oder Avionik meist im Masterstudium erfolgt, sichern ergänzende Zertifikate in EASA-Luftfahrtrecht und 3D-CAD-Konstruktion die langfristige Einsatzfähigkeit in Entwicklungs- und Herstellungsbetrieben.